Philosophie
Philosophie
Die Richtlinien für die gymnasiale Oberstufe in NRW fordern, dass der Philosophieunterricht sowohl Wissen vermittelt als auch die Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler bildet und zur Erziehung zu verantwortungsvollem, dialogischem Denken beiträgt. Am katholischen Gymnasium bedeutet dies, über reine Theorielehre hinaus personale und soziale Kompetenzen im Sinne eines christlichen Welt- und Menschenbildes vorzuleben: Achtung des Anderen, Berücksichtigung seiner Belange und Verantwortung im gemeinsamen Miteinander. Zugleich wird die Fähigkeit zur „reflexiven Distanznahme“ betont, also die Kompetenz, eigene Positionen kritisch zu hinterfragen und rational zu begründen. Lehrkräfte fungieren dabei als intellektuelle und moralische Gegenüber, die Schülerinnen und Schüler herausfordern und zur eigenständigen Denkentwicklung anregen.
Der Unterricht wird zudem als interdisziplinär verstanden und verbindet philosophische Inhalte mit Erkenntnissen anderer Fächer sowie deren kritischer Reflexion. Ziel ist das Zusammenspiel von fachlicher Bildung und persönlicher Entfaltung in sozialer Verantwortung. Dabei soll der Unterricht Freude am Denken fördern, verantwortliches Handeln stärken und die Schülerinnen und Schüler zu offenen, vorurteilsfreien Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Denkweisen befähigen – auf der Grundlage eines reflektierten, christlich geprägten Welt- und Selbstverständnisses.