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Schulseelsorger
Schulseelsorger ist seit Februar 2009
Johannes Wirthmüller

Er feiert mit uns die Gottesdienste und gibt vielfältige Impulse in unseren Schulalltag; seine Tür steht jedem offen, der ein Gespräch oder einen Rat sucht.
Herr Wirthmüller ist in Düsseldorf geboren und wurde 1991 zum Priester geweiht. Mehr als 10 Jahre war er zuvor als Schulseelsorger und Lehrer am Erzbischöflichen St.-Angela-Gymnasium in Bad Münstereifel tätig.
Herr Wirthmüller ist zudem Subsidiar im Seelsorgebereich Düsseldorfer Norden.
An der Schule unterrichtet er die Fächer Religion, Deutsch und Italienisch.
Glauben im Schulalltag
Zu den unverzichtbaren Elementen unserer Schule gehören nicht nur qualifizierter Unterricht und reflektierte Pädagogik, sondern auch seelsorgerische Begleitung, Gebet, Gottesdienste, Besinnungs- und Orientierungstage, Wallfahrten und die Mitfeier des Kirchenjahres sind integrierende Elemente unseres schulischen Lebens.
Die Einbettung des Glaubens und des kirchlichen Lebens in den Bildungs- und Erziehungsprozess unseres Gymnasiums kann aber nur gelingen, wenn alle Gruppen der Schulgemeinde im Glauben und im Leben der Kirche verwurzelt sind und deren Integration in die Bildungs- und Erziehungsarbeit des Erzbischöflichen Suitbertus-Gymnasiums bejahen.
Das Erzbischöfliche Suitbertus-Gymnasium ist um ein gutes Bildungsniveau bemüht, ebenso wichtig ist jedoch die Vermittlung menschlicher Werte aus dem Glauben. Die Dimension des christlichen Glaubens darf nicht auf den Religionsunterricht, den Gottesdienst oder die Besinnungstage beschränkt bleiben; auch in den übrigen Unterrichtsfächern oder schulischen Veranstaltungen gibt es Ansatzpunkte, um Wertmaßstäbe und Beurteilungskriterien für einen christlichen Glaubensstandort in der Welt zu vermitteln. Die Einheit von Glauben und Leben erweist sich auch im sozialen Einsatz vor Ort und in der Bereitschaft zum Engagement für Benachteiligte.
Gottesdienste
Zur Feier der Eucharistie werden alle Schülerinnen und Schüler zu regelmäßig (alle 2 Wochen) stattfindenden Schulgottesdiensten eingeladen. Sie werden speziell für bestimmte Jahrgangs- oder Altersstufen angeboten und jeweils von einer Klasse vorbereitet. Die Gottesdienste finden an verschiedenen Wochentagen - zu allermeist - um 7.55 Uhr in der Schulkapelle statt; ein halbjähriger Gottesdienstplan informiert Eltern und Schüler über die Termine.
Zu besonderen Anlässen wie hohen Festtagen, Schuljahresende oder Suitbertus-Patronat feiern wir gemeinschaftlich Gottesdienst in der Basilika (oder unter offenem Himmel in der Kaiserpfalz).
In der Fasten- und Adventszeit gibt es besondere Impuls- und Wortgottesdienste.
Die katholischen Gottesdienste werden geleitet von Schulseelsorger Pfarrer Wirthmüller.
Die evangelischen SchülerInnen feiern in regelmäßigen Abständen ihre Gottesdienste in der evangelischen Stadtkirche in Kaiserswerth.
Einige Male im Schuljahr feiern wir zusammen Ökumenische Gottesdienste.
Religiös motivierte Unternehmungen
Mittwoch, 20. Mai 2009
Die Altenbergwallfahrt
Um 7.55h ging es in der
Schulkapelle los. Herr Pfarrer Wirthmüller gab uns den
Reisesegen und übergab uns das Kreuz und die
"Notfallapotheke". Danach wurden alle Klassen auf Busse
verteilt. Nach einer Dreiviertelstunde kamen wir bei einer
Kirche in Odental an. Dort hatten wir eine Andacht. Danach
machten wir ein kleines Picknick. Nachdem wir uns alle
gestärkt hatten, brachen die Klassen einzeln auf den Weg zum
Dom nach Altenberg auf. Unsere Klasse bekam das Kreuz und die
Notfalltasche, da wir die ersten waren. Wir sind ca. 5km durch
den Wald gegangen. Der Weg war zwar matschig, aber da das
Wetter schön war, war es nicht so schlimm. Zwischendurch haben
wir immer mal "ruhige 5 Minuten" gemacht, da die Wallfahrt ja
auch besinnlich sein sollte. Als wir endlich am Altenberger
Dom ankamen, trafen wir noch andere Klassen von
erzbischöflichen Schulen. Nachdem wir uns etwas ausgetobt und
etwas gegessen hatten, feierten wir im Dom einen Gottesdienst
mit dem Weihbischof Melzer. Das Tollste am Dom war, dass er
ein wunderschönes großes Fenster hatte. Nach dem Gottesdienst
sind wir zum Busparkplatz gegangen und um ca. 16 Uhr wieder in
Kaiserswerth angekommen. Die Wallfahrt war echt super! [Maria
Esser, 6a]
SchülerInnen erkunden Kirchen und Klöster in Düsseldorf
Einen erlebnisreichen Exkursionstag verbrachten die
Schülerinnen und Schüler der Klassen 7d und 8c am Mittwoch, 6. Mai, zusammen mit
Herrn Geuß und Frau Massing.
Ein erster Stopp galt dem historischen Ort des ehemaligen
Kartäuserklosters Hain, das im Zuge der Erweiterung des Düsseldorfer Flughafens
aufgelöst wurde, und an das nur noch eine Bronzefigur des Hl. Bruno und ein
Modell des Klosters erinnern.
Von dort aus ging es weiter nach St. Bruno, der katholischen
Kirche in Unterrath, die mit ihrem Namen noch an den Gründer und Namensgeber des
Kartäuserordens erinnert. Hier gibt es an zentraler Stelle des Altarraumes eines
der drei Baptisterien zu sehen, die es deutschlandweit gibt. Dieses basinartige
Taufbecken, das in den Boden eingelassen ist, ermöglicht das vollständige
Eintauchen des Täuflings in das Wasser bei der Spendung des Taufsakraments. Der
wasserfallartige Zulauf, durch den das Taufbecken gespeist wird, soll an die
Taufe im Jordan erinnern.
Doch gab es noch mehr in St. Bruno zu entdecken, hängt hier
doch der diesjährige Ökumenische Kreuzweg der Jugend 2009. Die niederländische
Künstlerin Cynthia Tokaya selbst war es, die die farbenfrohen Kreuzweg-Bilder
vorstellte. Der Kreuzweg besteht aus einem langen Wandfries, der bei der
Bearbeitung dann in sieben Einzelbilder und Themen aufgeteilt wird. In seinem
Zentrum ist die Darstellung des gekreuzigten Christus zu sehen, dessen Antlitz
sich bei genauem Hinsehen zum einen zum Betrachter hin ausrichtet, zum anderen
schräg nach oben.
Von St. Bruno aus ging es weiter mit der Straßenbahn zum
Franziskanerkloster in der Innenstadt, wo Bruder Antonius die Führung übernahm.
Zunächst erklärte er die Klosterkirche, dann ging es durch die Sakristei in den
Kreuzgang und weiter zum Refektorium, dem Speisesaal der Düsseldorfer
Franziskaner.
Viel
Zeit gab es dann, all die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten:
Wie wird man Franziskaner? Ist das Klosterleben anstrengend? Erhalten die
Franziskaner so etwas wie Taschengeld? Darf man das Kloster verlassen, um Sport
zu treiben? Kann man im Kloster fernsehen? Ist es schwer das Keuschheitsgebot zu
halten? Diese und viele Fragen mehr wurden von Bruder Antonius beantwortet. Und
dabei war Bruder Antonius das beste Beispiel dafür, dass die Franziskaner ein
offenes Ohr für die Fragen und Anliegen der Menschen haben, die sich für sie und
ihr Klosterleben interessieren. Ein wichtiger Aspekt der Fragerunde betraf die
Arbeit der Düsseldorfer Franziskaner, die jeweils bis zu 250 Bedürftige an sechs
Tagen in der Woche mit einer warmen Mahlzeit versorgen.
Zum Schluss überreichte Bruder Antonius jedem Gast ein
Geschenk, das er letzte Woche erst aus Assisi mitgebracht hatte: Eine Lederkette
mit dem hebräischen bzw. griechischen Buchstaben Tau, mit dem der Heilige
Franziskus viele Briefe unterschrieb und das er als Segenszeichen verwendete.
Dieses Umhängekreuz ist in Portiunkula gesegnet worden und trägt nun als
Halsschmuck des ein oder anderen Exkursionsteilnehmers das franziskanische „Pax
et Bonum“ in die Welt hinein. [Barbara Massing]