suitbertus_schulprofil

 

Das Suitbertus-Gymnasium in Düsseldorf-Kaiserswerth ist eine Schule des Erzbistums Köln und staatlich genehmigte Ersatzschule des Landes Nordrhein-Westfalen. Die hier erworbenen Abschlüsse sind gleichwertig mit denen der öffentlichen Schulen. Die Ausbildung erfolgt auf der Grundlage der staatlichen Vorgaben, ein Schulgeld wird nicht erhoben.

In der Verwirklichung erzieherischer und unterrichtlicher Vorstellungen machen wir von unserem Recht als freie Schule Gebrauch. [... Schulgesetz des Erzbistums Köln]

Bedeutung kommt dabei der Verbindung von Glauben, Wissen und Leben zu, die im Unterricht aufeinander bezogen werden. Dabei stehen die Autonomie von Wissenschaft und Kultur, die Eigengesetzlichkeit der einzelnen Unterrichtsfächer, ihrer Methodik und Didaktik, außer Zweifel.

Chance und Aufgabe unserer Katholischen Schule

Als Katholische Schule dient das Suitbertus-Gymnasium im umfassenden Sinn dem Mündigwerden der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler, damit ihr Leben glückt..
Das Suitbertus-Gymnasium bildet einen Lebensraum, in dem der Geist des Evangeliums alle Formen schulischen Handelns durchdringen soll und jedem Einzelnen hilft, sein Leben intellektuell und emotional zu meistern und Verantwortung für sich selbst und füreinander zu übernehmen.
[... Schulseelsorge]

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Vorbild und Weg für die Weise unseres Miteinanders ist Jesus Christus:
In ihm hat sich Gottes Liebe zu den Menschen offenbart. Sein Leben, sein wertschätzender Umgang mit den Menschen und seine Aufforderung zur Gestaltung eines gelingenden Lebens sind uns Leitbild bei der Beantwortung ethischer Fragestellungen und prägen den besonderen Charakter unserer pädagogischen und methodischen Begleitung unserer unterschiedlich begabten Schülerinnen und Schüler.
Jesu Wort gibt uns darüber hinaus die Hoffnung auf Einsicht in die großen
(Sinn-) Zusammenhänge unseres Lebens: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Wozu sind wir da? In dieser Hoffnung bestärkt uns die Auferstehung Jesu Christi.

Lehren als Dienst aus Fürsorge – diakonia

Lehrerinnen und Lehrer einer Katholischen Schule wollen ihren Schülerinnen und Schülern nicht allein Fachkompetenz zur Verfügung stellen, sondern ihnen mit ihrer Authentizität und pädagogischen Zuwendung, ihrem Rat und ihrer Anteilnahme dienen. Sie verdeutlichen durch die je individuelle Ausprägung ihrer Person, dass Leben und Lernen Haltungen erforderlich macht:

  • Haltungen im täglichen Miteinander (beispielsweise Wahrhaftigkeit als Grund jeden Sozialverhaltens; Eingestehen-Können von Fehlern; Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft im Sinne des Engagements für das Gemeinwohl; Vergeben-Können)
  • Haltungen im Bezug auf die eigene Person ( beispielsweise Selbstachtung und Selbstkompetenz; Lebensbejahung; Lebensfreude; Beherrschtheit; Annehmen der eigenen Grenzen und Fähigkeiten – als veränderbare Größen verstanden -; Tapferkeit als Haltung des Standhaltens)
  • Haltungen in Arbeitsprozessen (beispielsweise durch Ausdauer, Gründlichkeit, Genauigkeit; durch Aushalten von Widerständen; durch Diskursfähigkeit; durch die Bereitschaft sich helfen zu lassen und zusammen zu arbeiten)

Heilige Messe in KaiserpfalzIm Zentrum der Ethik Jesu steht die Menschenwürde, die jedem zukommt, da sich jeder als Abbild Gottes, als unverwechselbar und einmalig und als von ihm geliebt verstehen darf. Für unseren Umgang miteinander ist diese Einsicht fundamental. Auf ihr beruhen viele unserer (Schul-) Regeln/Normen und die Beachtung von Gütern und weiteren Werten (wie z.B. Achtung des Lebens, Toleranz, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Freiheit).
Auch die empathische Auseinandersetzung mit der Situation von Menschen in Notsituationen und die Anleitung zur Übernahme von Verantwortung in der (Schul-)Gesellschaft ist selbstverständlicher Teil einer dem christlichen Menschenbild verpflichteten Erziehung.

Vergegenwärtigung des eigenen Glaubens (martyria-leiturgia)

basilika schreinDie Auseinandersetzung mit allen Fragen des Glaubens erfolgt intellektuell (wissenschaftspropädeutisch) vor allem im Religionsunterricht, der an unserer Schule bis zum Abitur allen Schülerinnen und Schülern erteilt wird. Aber auch andere Fächer bieten durch ihre Sichtweise auf das Leben von Menschen in unterschiedlichen Bezügen häufig Anlass, existentielle Themen zu diskutieren. Dazu kommt die tägliche Begegnung mit Christinnen und Christen, die ihren Beruf an unserer Schule ausüben (und in Wort und/oder Tat ihren Glauben bezeugen).
Doch zur Klärung des eigenen Standpunkts gehören auch Anleitung und Hilfestellung, die Beziehung zu Gott zu erleben und zu pflegen. Deshalb sind das tägliche gemeinsame Beten und die regelmäßige Feier von Gottesdiensten in allen Jahrgangsstufen selbstverständlich. Besinnungstage und Wallfahrten vertiefen das spirituelle Angebot.

Leben teilen (koinonia)

Das II. Vatikanische Konzil charakterisiert die Kirche als eine Gemeinschaft, die durch Teilhabe entsteht. Genau so verstehen wir unsere Schule als eine Gemeinschaft, an der jeder seinen Anteil hat: die gemeinsam Feste feiert und gemeinsam trauert, die ihren Glauben bekennt und oft genug um ihn ringt, in der Schulnöte aufgegriffen werden und Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam nach Lösungen suchen und in der, wie bei den Projekttagen, in der SV-Arbeit und im Schulleben, jeder mit seinen Talenten bereit ist, für die Schule einzustehen. Viele Ehemalige praktizieren diese Teilhabe weit über ihre Schulzeit hinaus.

Schlussgedanke

In einer Gesellschaft, für die der Glaube an Jesus Christus schon lange nicht mehr selbstverständlich ist, die aber auch Wertvorstellung immer wieder in Frage stellt, bietet die katholische Schule das Forum, eigene Fragen und Zweifel Ernst zu nehmen, aber auch Antworten auf die Herausforderungen des Lebens zu formulieren und zu erproben. Ein hoher Anspruch, dem wir uns täglich stellen, eine große Verantwortung gegenüber der Botschaft Jesu und gegenüber unseren Schülerinnen und Schülern, deren Leben glücken soll: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Joh 10,10b)