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Kurz-Info zum Suitbertus-Gymnasium

Das Erzbischöfliche Suitbertus-Gymnasium
Unsere Schule wurde 1923 als Mädchenschule ohne Oberstufe mit ca. 20 Schüler/innen auf Betreiben der Kaiserswerther Bürger gegründet und ist seither - unterbrochen durch ein Schulverbot in den Jahren 1939 - 1945 während des Dritten Reiches - systematisch gewachsen und erweitert worden. 
Heute ist sie ein großes koedukatives Gymnasium mit etwa 1100 Schüler/innen und 70 Lehrer/innen.
Träger der Schule ist seit 1979 das Erzbistum Köln, das die Schule in diesem Jahr von dem Orden der "Schwestern vom armen Kinde Jesus" übernommen hat.
Weitere Informationen  Geschichte

Schultypus
Das Suitbertus-Gymnasium ist eine "staatlich genehmigte Ersatzschule".
Die irritierend oder gar abwertend klingende Bezeichnung "Ersatzschule" bedeutet nicht Zweitklassigkeit - sondern nur, dass unser Gymnasium an diesem Ort ein Gymnasium in staatlicher/städtischer Trägerschaft ersetzt.
Das heißt: die Schüler/innen erwerben dieselben Abschlüsse wie an jedem anderen Gymnasium, die fachlichen Voraussetzungen und Anforderungen an Unterrichtsinhalte und an die berufliche Qualifikation der Lehrer sind identisch. Es wird natürlich auch kein Schulgeld erhoben!
Hinzu tritt allerdings ein besonderer Anspruch der Schule, der sich aus seiner christlichen Orientierung ergibt und Lehrer/innen und Eltern zu besonderem Engagement für christliche Werte und christliche Erziehung verpflichtet. Weitere Informationen  Programm

Topographie: Kaiserswerth 
Das Suitbertus-Gymnasium ist in Kaiserswerth gelegen, einem der nördlichen Stadtteile Düsseldorfs. 
Der Name des Stadtteils verweist auf die bedeutende Vergangenheit des Ortes. Vor mehr als 900 Jahren wurde hier - auf einer Insel (= Werth) im Rhein - vom salischen König Heinrich III. eine Pfalz errichtet. Diese wurde unter Kaiser Friedrich Barbarossa im 12. Jh. zu einer mächtigen Anlage ausgebaut, deren Überreste noch heute Wahrzeichen des Ortes sind. Noch älter sind allerdings die christlichen Spuren, die in Kaiserswerth zu entdecken sind und denen unsere Schule ihren   Namen verdankt. 
Auch wenn die ehemalige Reichs- und Festungsstadt im Jahre 1929 ihre politische Selbständigkeit durch die Eingemeindung in das wesentlich jüngere Düsseldorf verlor und ihre frühere Insellage nicht so schnell zu bemerken ist, atmet der Stadtteil noch viel von seiner bedeutenden Geschichte, und die stolze Vergangenheit ist an vielen Plätzen zu spüren.
Unsere Schule befindet sich aber nicht nur auf ehrwürdigem historischen Boden - unter der Schule befinden sich Überreste aus der Merowingerzeit und Teile des Schulgeländes gehörten einst zur Kaiserpfalz Friedrich Barbarossas -, sondern sie ist mit dem Panorama der Ruinen der Kaiserpfalz, der Basilika und der  malerischen Niederrheinlandschaft auch in einer besonders reizvollen Umgebung gelegen, deren Schönheit viele Schüler/innen meist leider gar nicht mehr wahrnehmen und würdigen. Nicht so Ausflügler und Touristen, die an schönen Wochenenden regelmäßig - zum Leidwesen der Anwohner - Stadt und Landschaft in Heerscharen heimsuchen.

Der Name: SuitbertusSuitbertus.gif (33237 Byte)
Der Name unserer Schule bezieht sich auf einen bedeutenden angelsächsischen Heiligen, der Ende des 7. Jh. die Menschen dieser Region missionierte und damit das Christentum am rechten Niederrhein begründete. 
Aus England kommend machte   Suitbertus die Rheininsel "am Ufer", aus der  das heutige Kaiserswerth hervorging, mit einer Klosterneugründung zum Stützpunkt seiner Missionstätigkeit im Bergischen Land und in Westfalen. Sein Kloster war für lange Zeit der kulturelle und geistige Mittelpunkt der Region.
Entscheidende Mithilfe bei der Missionstätigkeit Swidberts leistete der damals mächtigste Mann des Landes, der fränkische Hausmeier Pippin, der dem angelsächsischen Missionsbischof die Insel zum Geschenk gab. Seine letzte Ruhestätte hat der in unserer Region sehr verehrte Heilige in einem prächtigen Schrein in der bedeutenden Suitbertus-Basilika gefunden, die mit den sie umgebenden ehemaligen Stiftsgebäuden unmittelbar an unser Schulgelände angrenzt.

Schulgebäude
Die Schule besteht aus einem historischen Baukern und Erweiterungsbauten aus den 50er und 80er Jahren unseres Jahrhunderts. 
Ein ehemaliges Kapuzinerkloster aus dem 17. Jh. bildet die weitgehend erhaltene historische Bausubstanz. In diesem Gebäude sind heute Schulleitung und Verwaltung untergebracht, daneben befinden sich dort das Lehrerzimmer, Sprechzimmer, Bibliotheken und 4 Kursräume für die Oberstufe. Außerdem gehört zu diesem Bauensemble die Klosterkirche, die zweimal in der Woche von verschiedenen Klassen oder Jahrgängen  zur Feier der Heiligen Messe genutzt wird.
In den neuen Gebäudeteilen sind die Klassenzimmer und Fachräume untergebracht; 1987 wurde als vorläufig letzter Bau die Sport-/Mehrzweckhalle mit einem großen Foyer errichtet. - Bedrohliche Raumnot erzeugt allerdings schon seit Jahren Wünsche und mittlerweile konkrete Pläne für bauliche Erweiterungen, die sich angesichts der historisch-geographischen Lage allerdings nicht so einfach realisieren lassen.

Weitere Informationen
Die umfangreichsten Informationen zur Schule erhalten Sie durch unsere   Festschrift (1998) zum 75jährigen Schuljubiläum.