Studien- und Berufsorientierung
- ein Beitrag zur Lebensplanung

Die Berufsorientierung am Suitbertus-Gymnasium hat eine über zehnjährige Geschichte, während derer sie auf Grund gesellschaftlicher wie schulischer Veränderungen und ministerieller Vorgaben immer wieder konzeptionelle Ausformungen erlebt hat und erleben wird. So wurden in den letzten eineinhalb Jahren  - angestoßen durch veränderte Richtlinien zur Berufsorientierung - neue Akzente gesetzt, unter denen das Berufspraktikum in der Jahrgangsstufe 12 besonders herausragt.

Angesichts der Erkenntnis, dass die Planung und Gestaltung der eigenen Biographie ein Postulat unserer Gesellschaft ist, die den Einzelnen zu einem risikoreichen Balanceakt zwischen Selbstentwurf und Zwängen, zwischen individuellen und gesellschaftlichen Möglichkeiten nötigt, haben wir die Studien- und Berufsorientierung zum konstitutiven Bestandteil unseres Schulkonzepts der Selbst- wie Fremderkundung und Lebensorientierung gemacht. In sich ergänzenden unterrichtsimmanenten und außerunterrichtlichen Veranstaltungen bietet sie den SchülerInnen von der Klasse 9 bis zur Klasse 13 Hilfen zur Studien- und Berufswahl und somit zur Lebensplanung.

Diese Angebote zielen auf drei Bereiche: Information - Beratung - Erfahrung und Erkundung

  • Information über Studien- und Ausbildungsgänge, über die Berufs- und Arbeitswelt,

  • Beratung im Blick auf individuelle Voraussetzungen und Möglichkeiten,

  • Erfahrung und Erkundung eigener Schwächen und Stärken, eigener Neigungen und Wert- wie Zielvorstellungen.

Im Politikunterricht der Klasse 9 liegt der Schwerpunkt auf der Information. Hier wird eine eintägige Betriebserkundung vor- und nachbereitet, die den SchülerInnen die Möglichkeit geben soll, theoretische Kenntnisse z.B. über betriebliche Strukturen, Arbeitsabläufe und Tarifpartner exemplarisch zu veranschaulichen.

In der Klasse 10 werden die Kenntnisse über die Arbeitswelt vertieft durch den Besuch des Henkeltags; der Besuch im Berufsinformationszentrum informiert über Ausbildungs- und Studiengänge und führt ein in den Umgang mit den Angeboten des BIZ. Im Vordergrund aber steht in der 10. Klasse die Selbst- und Fremderkundung der SchülerInnen. Hierzu wird im Politikunterricht eine Reihe durchgeführt, die den SchülerInnen mit Hilfe von Selbsterkundungstest, Fremdeinschätzung und Interviews zur Berufsfindung helfen soll, ihre eigenen Fähigkeiten besser kennen und einschätzen zu lernen. Nur so können sie sie dann auch darstellen, z. B. in einem Bewerbungsschreiben, dessen Methodik im Deutschunterricht der Klasse 10 erlernt wird.

In der Jahrgangsstufe 12 liegt dann der Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Erkundung und Erfahrung.
Aufbauend auf den genannten Grundlagen bieten wir den SchülerInnen der Jahrgangsstufe 12 dann die Möglichkeit zum Bewerbungstraining (AC), zur Erkundung der eigenen (berufsrelevanten) Fähigkeiten (GEVA-Test) und eines Berufsfeldes (Berufserkundung).

 

 

Bausteine der Studien- und Berufsorientierung

Wann? Wo? Was?
Klasse   9 Politikunterricht + Betriebe
  • Vorbereitung der Betriebserkundung
  • Betriebserkundung
Klasse 10 Deutschunterricht
Politikunterricht

+ BIZ

  • Bewerbungsschreiben
  • Erkundung von Neigungen und berufsrelevanten Fähigkeiten
  • Vorbereitung des BIZ-Besuchs
  • Einführender Besuch zur Orientierung
JgSt   12 Schule

+ Betriebe

  • Eignungs- und Berufsorientierungstest des GEVA-Instituts

  • Bewerbungstrainung: Assessment-Center der BAK

  • Beruf oder Studium? – Einzelberatung durch Mitarbeiter des BIZ

  • Berufserkundung

JgSt 11-13 Schule
  • Informationsbörse zu verschiedenen Berufsfeldern
    (alle zwei Jahre)