Elternvertretung am
Suitbertus-Gymnasium
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Kurzbericht aus den Stufentreffen vom 24. bis 26.
März 2009
Alle drei Abende nutzte Frau Haupt, um vor
den reichlich anwesenden und rege diskutierenden Elternvertretern für ihre
Anliegen zu werben. Sie plädierte vor allem für einen wahrhaftigen Umgang
miteinander, und dafür, dass Eltern diese Wahrhaftigkeit ihren Kindern
auch vorleben müssten. Wahrhaftigkeit solle mit Ehrlichkeit und Verlässlichkeit
verbunden sein, damit Begriffe wie Glaubhaftigkeit und Glaubwürdigkeit eine
besondere Bedeutung bekämen. Eltern sollten ihren Erziehungsauftrag
dementsprechend hinterfragen; Kinder könnten nicht wie Autos „in der Werkstatt
des Vertrauens“ abgegeben und mittags gut gebildet und erzogen in Empfang
genommen werden – die Grundlagen müssten im Elternhaus geschaffen werden. Als
Negativbeispiel nannte sie aus aktuellem Anlass die Häufung von 80. Geburtstagen
der Großeltern zwei Tage vor oder nach den Osterferien – zwecks Verlängerung der
Ferien bzw. Buchung günstigerer Flüge.
Die Elternseite wiederum beklagte, dass nicht klar genug kommuniziert würde, was
die Schule von ihnen erwarte. Überdies sei es schwierig, überhaupt mit den
Lehrern ins Gespräch zu kommen; schon beim ersten Elternprechtag im
Schuljahr sei es praktisch nicht möglich, auch nur die wichtigsten Lehrer
kennenzulernen und der zweite sei ja sowieso nur problematischen Fällen
vorbehalten. Die Schulleitung versprach, über eine Erweiterung nachzudenken und
bevorzugt den Kennenlernbedarf der Fünftklässler-Eltern zu berücksichtigen. Herr
Nickenig-Heimbach wies darauf hin, dass die erste Klassenpflegschaftssitzung in
der 5 künftig nicht nur mit Regularien bestritten, sondern auch als
Gemeinschaft stiftender Abend gestaltet werden soll. Überdies sollen die
Gelegenheiten zum zwanglosen Miteinander-ins-Gespräch-Kommen erweitert werden;
infrage käme etwa die Ausdehnung des bisher zweimal veranstalteten
Lehrer-Pflegschaftsabends auf alle interessierten Eltern.
Weitere Themen in Stichpunkten:
- Förderstunden: Neben dem Methodenlernen (Lernen lernen) in Klasse 5
sind Förderkurse in Deutsch (evtl. auch Englisch) angedacht, um Unterschiede in
der unterschiedlichen Sprachbeherrschung auszugleichen. Dabei soll es sich um
kleine Förderinseln handeln, die akute Probleme behandeln. Themen und
Teilnehmerzahlen würden entsprechend angepasst.
- Erziehungspartnerschaft: Frau von Croy berichtete aus der
Arbeitsgruppe, die sich in der Woche zuvor getroffen hatte. Man sei
übereingekommen, keine schön formulierten Verträge oder endlosen
Maßnahmenkataloge zu verabschieden, sondern wolle mit praktischen Ansätzen wie
z.B. der Verbesserung der Kommunikation untereinander versuchen, den Schulalltag
zu verbessern. Am Ende eines Prozesses der kleinen Schritte könnte dann durchaus
ein Vertrag oder eine Vereinbarung stehen. Das im Workshop erstellte
Arbeitspapier, ergänzt um die Anregungen aus den einzelnen Klassen, wurde unter
den anwesenden Elternvertretern verteilt und kann nach Belieben als
Gedankenstütze oder Ideengeber dienen.
- Projekttage im Schuljahr 2009/10: Sie finden 2010 von Aschermittwoch
bis zum Samstag darauf (Präsentationstag) statt. Das Thema ist noch nicht fest
umrissen, soll aber das „Wir am Suitbertus“ in vielen Varianten behandeln. Im
neuen Schuljahr wird Frau Haupt mit konkreteren Vorstellungen auf die Eltern
zukommen und um ihre Mitarbeit bitten.
- Ganztag bzw. Über-Mittag-Betreuung: Wegen nicht vorhandener
Räumlichkeiten ist klar, dass aus dem Suitbertus-Gymnasium in absehbarer Zeit
keine Ganztagsschule werden kann. Der Bedarf ist auch bei einem Großteil der
Eltern nicht vorhanden, und das Suitbertus muss nicht (wie etwa
Brennpunktschulen) gravierende Defizite aus den Elternhäusern auffangen. Alle
Anwesenden waren sich darüber einig, dass eine Cafeteria äußerst wünschenswert
sei. Frau Haupt will sich dafür einsetzen, wies aber auch auf Probleme wie
geeigneter Raum, personelle Ausstattung etc. hin.
Im kommenden Schuljahr wird es für die jetzigen Klassen 7 ebenfalls einen
Langtag mit Mittagessen geben; nach Ostern wird der Bedarf abgefragt. Für die
Essensausgabe werden zwei ehrenamtliche Mitarbeiter/innen pro Klasse benötigt.
Hier noch einmal die Bitte an die Klassenpflegschaftsvertreter der Stufe 7, dies
zu koordinieren und Hilfswillige im Sekretariat zu melden.
Die Über-Mittag-Betreuung soll laut Frau Haupt qualitativ besser werden durch
Bewegungsangebote, den Meditationsraum und die Öffnung der Bibliothek an
Langtagen (dieses Angebot beginnt schon nach den Osterferien).
Die Schulleitung sicherte den Eltern der jetzigen Klassen 8 – den
„Versuchskaninchen“ fürs verkürzte Gymnasium – für Ende April/Anfang Mai einen
Informationsabend zu.
Kurzbericht aus der
Schulpflegschaftssitzung vom 18. Februar 2009
Nach
Begrüßung und Genehmigung des Protokolls stellte Birgit Tschense sich und ihr
Team den Eltern vor. Sie ist Beraterin für akademische Berufe bei der
Bundesagentur für Arbeit und bietet den Klassen 11-13 (G9) bzw. 10-12 (G8) ein
umfassendes Konzept zur Berufsorientierung mit Schulsprechstunden und
themenspezifischen Veranstaltungen. Koordinatorin und Ansprechpartnerin am
Suitbertus ist Frau Dr. Barner.
Danach sprach die neue Schulleiterin Claudia Haupt und sicherte den
Elternvertretern Verständnis zu, da sie selbst drei Kinder habe. Sie wolle ein
Klima der Begegnung und des Vertrauens schaffen. Sie bekräftigte ihre Ziele und
Vorstellungen, wie schon im
Newsletter vom 14. Februar
und in ihrem Brief an Eltern und Schüler dargelegt.
Frau
Kaufmann-Hocker, die Vorsitzende des Fördervereins, wies auf die im
Herbst anstehende Mitgliederversammlung mit Neuwahlen hin und rief die Eltern
auf zu kommen und verstärkt mitzuarbeiten. Sie berichtete ausführlich über die
geförderten Projekte und warb für die Etablierung eines Alumni-Netzwerks zur
weiteren Spendensammlung, aber auch zu konkreten Hilfen wie Berufsberatung etc.
Anschließend sprach der neue Schulseelsorger, Pfarrer Johannes
Wirthmüller, zu den Eltern und stellte sich und seinen Werdegang vor. Auch hier
sind die Details nachzulesen im Februar-Newsletter.
Verschiedenes:
Erziehungspartnerschaft: Die von den einzelnen Klassen zurückgesandten Diskussionspapiere sollen in einer kleinen Arbeitsgruppe gebündelt werden zwecks weiterer Behandlung bei den Stufentreffen.
Mittagstisch-Betreuung: Frau Bünten warb für mehr Elterneinsatz beim Mittagstisch, insbesondere aus den Klassen 8 b und c, die sich bisher nicht beteiligten. Sie wies darauf hin, dass unter den jetzigen Klassen 7 eine Bedarfsabfrage fürs kommende Schuljahr stattfinden müsse.
Sozialer Tag: Die anwesenden Schülervertreter betonten, dass der soziale Tag wie im vergangenen Jahr stattfinden werde, wobei dieses Mal auch die Klassen 5 und 6 eingebunden werden sollen; wie, steht noch nicht fest. Die Schülervertretung will ihre Arbeit ausweiten und stärker publik machen, z.B. durch einen Schülervertretungstag.
Projekttage: Abschließend gab Frau Haupt noch bekannt, dass die Projekttage im kommenden Schuljahr von Aschermittwoch bis zum darauf folgenden Samstag stattfinden werden, das Thema steht noch nicht fest. Ausgestaltung und Elternmitwirkung werden Thema sein bei den ...
Stufenabenden, die stattfinden wie folgt:
Dienstag, 24. März 2009 – Unterstufenabend (Klassen 5-6)
Mittwoch, 25. März 2009 – Mittelstufenabend (7-10)
Donnerstag, 26. März 2009 – Oberstufenabend (11-13)
jeweils um 19.30 Uhr im K 2.
3.
September 2008
Kurzer Bericht aus der Schulpflegschaftssitzung
Nach der Schilderung der aktuellen Schulsituation
durch Herrn Dr. Tenhaken – die Fakten finden Sie sämtlich in dem Ihnen kürzlich
übersandten Newsletter – stand der Abend wie üblich im Zeichen der
Elternvertreterwahlen, die folgendes Ergebnis brachten:
Schulpflegschaftsvorsitzende: Katharina von Croy;
Stellvertreterin: Marianne Reese
Mitglieder der Schulkonferenz (neben den beiden oben Genannten): Bernhard
Kappus, Eckhard Leuschke, Wolfgang Breme
Stellvertreter: Veletta Pinto-Burski, Swen Ackermann, Dagmar Reusch, Iris
Brinker, Annemarie Eversmeier-Menne
Mitglied der Erziehungsmaßnahmenkonferenz: Bernhard Kappus; Stellvertreter:
Catharina Weitz
Die gewählten Vertreter für die jeweiligen Fachkonferenzen werden von der Schule
benachrichtigt.
Weitere Themen des Abends:
Geplante Veranstaltungen für die gesamte
Schulgemeinde im 1. Halbjahr:
23. Oktober: Schulgespräch zum Thema „Erziehungspartnerschaft Schule – Eltern“
25. Oktober: Workshop zur Vertiefung des Themas
12. November: Infoabend „Sicher surfen“
8. - 10.
April 2008
Aus den Stufenabenden vom 8., 9. und 10. April
2008
An allen drei Abenden kam zunächst das Thema Über-Mittag-Betreuung zur Sprache. Laut Herrn Dr. Tenhaken ist der Stand der Dinge folgender: Ab dem kommenden Schuljahr hätten die jetzigen Klassen 7 (dann 8) an einem Nachmittag, höchstwahrscheinlich dem Donnerstag, zwei Stunden Unterricht. Für diese Klassen werde es nach der 6. Stunde eine einstündige Pause geben – mit der Möglichkeit, in zwei Gruppen à 50 – 60 Schülern im Suitbertussaal zu Mittag zu essen. Der Abrechnungsmodus sei noch nicht endgültig geklärt, die Eltern bekämen aber in den kommenden zwei Wochen einen Brief mit weiteren Informationen. Herr Dr. Tenhaken werde in der Lehrerkonferenz empfehlen, dass von einem auf den anderen Tag keine Hausaufgaben gegeben werden sollen. Getränke seien erst einmal nicht vorgesehen, die müssten die Schüler bei Herrn Dahlke kaufen und mitbringen. Etliche Elternvertreter äußerten ihren Unmut über die schleppende Einführung dieser Minimallösung. Herr Dr. Tenhaken wies auf die Probleme in den Verhandlungen mit dem Schulträger hin und darauf, dass hier alle Neuland beträten. Das Angebot könne aber sukzessiv ausgeweitet werden, wobei auch die Mehrbelastung der Lehrer durch Aufsicht etc. geklärt werden müsse.
Kopfnoten: Hier war auf der letzten Schulpflegschaftssitzung beschlossen worden, mittels Internetabstimmung ein möglichst breites Votum für ein Protestschreiben der Elternschaft an Frau Sommer zu erreichen. Wie sich herausgestellt hat, gibt es jedoch keine einfache, sichere Lösung für ein solches Verfahren. Frau Bünten und Frau von Croy legten daher einen neuen Briefentwurf zur Diskussion vor, der auf die aktuelle Entwicklung eingeht (laut Presse plant das Ministerium, ab dem kommenden Schuljahr nur noch zwei Noten für Arbeits- und Sozialverhalten vergeben zu lassen). Der Tenor des Schreibens: Wir plädieren für Vereinfachung und Lockerung der bisherigen starren Regelung, wollen unser in der Unterstufe bewährtes Beurteilungsschema beibehalten und weisen nochmals auf die Problematik im Abitursjahrgang hin. Nach einiger Diskussion wurde auf allen Abenden beinahe einstimmig beschlossen, dass im Namen der Schulpflegschaft dieser Brief abgeschickt werden soll. (Ist inzwischen passiert.)
Handy- und Internetnutzung: Herr Nickenig-Heimbach plant eine Unterrichtsreihe in Stufe 7 zu diesem Thema. Frau Bünten wird die Präventionsstelle der Kripo kontaktieren und evtl. einen Infoabend für Eltern und Schüler organisieren bzw. klären, ob auch eine klassenweise Schüleraufklärung im Unterricht möglich wäre.
Referate: Herr Dr. Tenhaken sagte, dass ab dem kommenden Schuljahr die dafür notwendigen Techniken inklusive Medienkunde im Rahmen des neu einzuführenden Fachs Politik in Klasse 7 vermittelt und systematisch trainiert würden. Ob dieses Angebot für andere Klassen in Form einer AG möglich wäre, soll geprüft werden.
Chinesisch AG: Sie soll auf jeden Fall wieder aufgenommen werden. Falls die bisherige Lehrkraft weiter ausfällt, wird Dr. Tenhaken für Ersatz sorgen.
Sozialer Tag der Schülervertretung: Er findet definitiv am Montag, dem 23.6.2008 statt, für die Klassen 7 – 10. Die Klassen 5/6 haben ein Fußballturnier, die 11/12 sind in den Praktika. Hier noch einmal die Bitte an alle Eltern, das Projekt zu unterstützen, dafür zu sorgen, dass nicht geschwänzt wird und nach Möglichkeit kleine Jobs zum Geld verdienen anzubieten – entsprechend dem Motto der Schülervertretung: „Sehen Sie diese Aktion als erste Berührung mit der Berufswelt und gleichzeitiges soziales Engagement!“
6.
März 2008
Treffen des Suitbertus-Gymnasiums und des
Theodor-Fliedner-Gymnasiums
Am 6. März 2008 hat das jährliche
„ökumenische“ Treffen der Kaiserswerther Schulen stattgefunden. In der
Mediothek begrüßten Dr. Tenhaken und Herr Nickenig-Heimbach sowie für die
Schulpflegschaft Frau Bünten, Frau von Croy und Herr Kappus die
entsprechenden Vertreter des Theodor-Fliedner-Gymnasiums (TFG).
Auch an diesem Abend war die Veränderung der psycho-sozialen Situation
der Schüler ein Hauptthema, wobei sich die Schulleiter einig darin
waren, dass sich die Verhältnisse insgesamt nicht drastisch verschlechtert
haben. Es gebe allerdings immer wieder problematische Einzelfälle. Im
allgemeinen sei zu beobachten, dass die Beziehung zwischen Eltern und
(immer häufiger Einzel-)Kindern symbiotischer geworden sei; dies führe
besonders in den Klassen 5 und 6 zu mehr Respektlosigkeit den Lehrern
gegenüber. Während es früher eine Art Respektsvorschuss für Lehrer gegeben
habe, müssten diese heute erst einmal eine Beziehung zu Schülern aufbauen,
wenn sie sich durchsetzen wollten. Bedenklich sei auch die Überfürsorge
vieler Eltern, die sich häufig in einem gesteigerten Leistungsdruck auf
die Kinder auswirke. Besorgnis erregend sei außerdem der stetig steigende
Konsumdruck besonders bei elektronischen Geräten sowie eine verbreitete
„Anstrengungsarmut“ durch passiven Medienkonsum. Das Einlassen auf
schulisches Arbeiten bedeute Verzicht auf die Welt der Computer und
Medien, und dies falle Schülern immer schwerer.
Ein weiteres wichtiges Thema: G8,
Nachmittagsunterricht, Mittagsbetreuung. Das TFG hat hierzu eine sehr
umfangreiche Elternbefragung gestartet. Ein Mittagstisch kann auch dort
derzeit nicht geboten werden, Verhandlungen laufen aber. Beim Festlegen
des Nachmittagsunterrichts soll es Absprachen zwischen den beiden Schulen
geben. Geplant seien zunächst 2 Stunden von 14.15 – 15.00 Uhr und von
15.05 – 15.50 Uhr. Für evtl. notwendige Fahrplanänderungen bei Bussen und
Bahnen wollen sich die Schulpflegschaften engagieren. Die Elternvertreter
der Gymnasien in evangelischer Trägerschaft haben in einem Schreiben an
Ministerin Sommer auf die organisatorischen und finanziellen Probleme bei
der Einführung von G8 hingewiesen.
Die erstmalige Vergabe von Kopfnoten sei am TFG problemlos gelaufen, es
habe nur einen Protest gegeben (am Suitbertus drei). Man halte sich an die
unter den Düsseldorfer Gymnasien vereinbarte klare Linie: In der Regel
wird ein „gut“ erwartet, Abweichungen müssen begründet werden.
Der rege Informationsaustausch endete
nach gut zwei Stunden und wird fortgesetzt.
20.
Februar
2008
Bericht aus der 2. Sitzung der Schulpflegschaft
Nach Begrüßung und Genehmigung des
Protokolls der letzten Sitzung informierten die drei anwesenden
Schülervertreter über den „Sozialen Tag – Schüler helfen Leben“. Dieser
werde voraussichtlich am 23. Juni 2008 stattfinden; alle Schüler ab Klasse
7 sollen an diesem Tag für Geld arbeiten – entweder im familiären Umfeld
oder außerhalb -, das anschließend der Organisation „Schüler helfen Leben“
gespendet wird.
► Wir bitten alle Eltern, diese Aktion nach Kräften zu unterstützen,
besonders auch mit Arbeitsangeboten.
Für das Projekt „Schülerzeitung“ würden dringend Schüler gesucht, die mitarbeiten wollen. Interessierte melden sich bitte während der Sprechzeiten (Montag und Mittwoch erste große Pause) im Raum der Schülervertretung.
Anschließend sprach Prälat Schüller über die psycho-soziale Situation der Schüler. Im folgenden seine Kernpunkte in Kürze, den kompletten Text seines Vortrags wird der Prälat auf Bitten der Elternschaft demnächst zur Verfügung stellen:
· Durch das mediale Zeitalter habe sich der Verstehenshorizont erweitert, der Abstand zwischen den Generationen vergrößert, und die Wahrnehmung vom Hören auf das Sehen verlagert. Dies bringe Nachteile für die Ausbildung der Kinder mit sich, da die Unterrichtsformen sich dieser Veränderung noch nicht angepasst hätten. Das im Unterricht Gesagte werde immer schwerer verstanden, wenn es nicht visuell unterlegt sei.
· Prälat Schüller schilderte die verschiedenen Krisensituationen der Gegenwart. Es gäbe die Krise der Familie, die Krise der Erziehung, die Krise der Religion, die Krise der Rationalität, die Krise der menschlichen Identität, wobei die Krise bei uns immer negativ und nicht mehr in der ursprünglichen Bedeutung des griechischen Wortes „crisis“ (Entwicklung) gesehen werde. Es handele sich stets um emotionales und soziales Versagen, um Passivität und übersteigertes Konsumverhalten. Positiv wären jedoch das wachsende Bedürfnis nach menschlicher Nähe und eine gesteigerte Erlebnisintensität, die sich in den Jugendtagen, Eventgottesdiensten und ähnlichen Veranstaltungen zeigten. Es gäbe eine neue Form des Zusammenhalts in der Gruppe und Gruppenbildungen, die denen früherer Zeiten (z.B. Zusammenfinden in Sportgruppen) nicht mehr gleiche. In diesem Zusammenhang erwähnte er die teils exzessiven Partys, wobei besonders die Jahrgangsstufe 11 ein massives Alkoholproblem habe. Immer öfter beobachte er, dass Schüler schon morgens bei Rewe Flaschen mit alkoholischen Getränken kaufen würden.
· Besonders kritisch sehe er die wohlstandsbedingte Grundhaltung, die sich im Narzißmus und Hedonismus des einzelnen widerspiegele. Hier sei besonders zu beobachten, dass viele ihr Selbstwertgefühl aus der Frage der richtigen Kleidung (Markenfetischismus) bezögen, selbst aber als Schablone herumliefen, die äußerlich durch die „richtige Kleidung“ cool wirkten, innerlich aber völlig verarmt seien. Am Wochenende werde die Kommunikation der nur an materiellen Werten orientierten Spaßgesellschaft im „ZAKK“, wo sich regelmäßig die gut betuchte Oberstufe des Gymnasiums träfe, weitergeführt.
· Prälat Schüller sprach dann über die in sich geschlossenen Kommunikationsgeflechte und das Treffen in medialen Räumen, hier besonders das so genannte SchülerVZ. Man hätte ein abrufbares Angebot an Ablenkungen, hätte Lust am Spiel der Selbstdarstellung, baue sich virtuelle Freundschaften auf, verkünde stolz die Zahl dieser so genannten Freundschaften, hätte aber im Ernstfall niemanden, der sich außerhalb dieser virtuellen Kontakte für einen interessiere und bei Problemen zur Stelle wäre.
· Ein weiteres Problem seien die Lernschwierigkeiten im schulischen Raum. Das Lesen als Phantasieanreicherung finde kaum noch statt. Das Verstehen finde schneller statt, wenn der Stoff mit Bildern vermittelt werde. Bücher seien nur noch als Begleitbücher mit fertigen Interpretationen interessant. So fehle das Erlebnis, etwas selbst erlernt und erarbeitet zu haben. Hier kritisierte der Prälat besonders die Eltern, die durch gefühlsmäßiges Überreagieren und den vorgelebten Verlust von Prinzipien und Normen nichts verböten, nichts verlangten, sich aber um alles kümmerten. Er sehe die Eltern als Leibwächter, die die Waffen streckten, um das Lebensglück ihrer Kinder nicht zu verhindern. Das Ziel der Erziehung, die Ausbildung des Menschen zum Individuum, werde kaum noch erreicht.
Auf die vom Prälaten angesprochenen Probleme mit dem Internet ging dann auch Frau Strauß ein, die eine Mediatoren-Ausbildung absolviert und ein Schülermediatoren-Projekt ins Leben gerufen hat, das sehr erfolgreich arbeitet und jetzt auf die Elternschaft ausgeweitet werden soll; es haben sich genug interessierte Eltern gemeldet. Frau Strauß erzählte von Mobbing-Fällen, die über Internet-Communities wie SchülerVZ initiiert wurden, und berichtete über die Art und Weise, wie sie und ihre Schülermediatoren arbeiten. Die Streitschlichter erhalten nach Abschluss ihrer Ausbildung ein Zertifikat. Frau Strauß ermunterte auch die Eltern, sich zu melden, wenn sie Veränderungen an ihren Kindern beobachteten. Die hätten oft Hemmungen, sich als Mobbing-Opfer zu outen.
► Zum Thema Sicherheit im Internet finden Sie unten entsprechende Internetseiten.
Herr Dr. Tenhaken sprach anschließend über die sehr zufriedenstellenden Anmelde-Zahlen neuer Schüler und über das erfolgreiche Abschneiden von Suitbertus-Schülern bei diversen Wettbewerben. Die Rechtskunde AG soll wegen ihres positiven Echos im kommenden Schuljahr durchgehend stattfinden, die Chinesisch AG werde wegen Zeitmangels der Dozentin derzeit ausgesetzt. Eine Umfrage in Klassenstufe 7 habe ergeben, dass 80 Prozent der Eltern an einem Mittagstisch interessiert seien; er stehe in Verhandlungen mit diversen Anbietern, bis zum kommenden Schuljahr soll ein Angebot für wenigstens zwei Tage in der Woche stehen. An diesen fände dann auch der Nachmittagsunterricht statt.
Frau Bünten informierte die Elternvertreter dann über die geplanten Aktivitäten. So soll es am 8. Mai 2008 einen Podiumsabend „Rund ums Geld“ für alle interessierten Eltern, Lehrer und Schüler geben. Transparente Auskünfte über die Schulfinanzen gibt „Finanzminister“ Etz, zu den Förderverein-Projekten spricht Frau Kaufmann-Hocker und über die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank informiert ein Vertreter derselben. Im Herbst ist ein Schulgespräch mit darauf folgendem Workshop zum Thema „Erziehungspartnerschaft“ geplant.
Frau von Croy sprach das Thema „Kopfnoten“ an und präsentierte hierzu ein Protestschreiben an Ministerin Sommer, welches eine Elternvertreterin aus Bonn nach entsprechenden Anregungen bei der letzten Schulpflegschaftssitzung des Erzbistums Köln entworfen hat. Es wurde beschlossen, diesen Brief auf der Homepage quasi zur Abstimmung unter den Eltern zu stellen.
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